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Eizeitigung:
Die Eier werden zum Beispiel in einer Kunststoffschale separiert und gut durchlüftet. Nach ca. 9 – 20 Tagen schlüpfen bei Zimmertemperatur die Jungtiere. Die Schlupfzeit variiert stark aufgrund unterschiedlicher Temperaturen des Wassers. Es ist zu beobachten, dass bei Vollreife der Eier eines Geleges, bei Zeitigung in einer Schale ca.80% innerhalb von 2 Tagen ausschlüpfen. Die restlichen Larven können sich dann nach spätestens weiteren 3 Tagen aus ihrer Eihülle befreien.
Jungtieraufzucht:
Unterbringung:
Ich halte die Jungtiere in flachen, 10 - 15 cm hoch gefüllten Wasserschalen, ab einer Größe von 4 - 5 cm beziehen sie kleine, leicht gefilterte Aquarien.
Bei den Jungtieren, besonders den Älteren, ist auf einen nicht zu dichten Besatz zu achten, da sie sich bei der Futtersuche und -aufnahme gegenseitig beißen könnten. Bei den adulten Tieren verliert sich diese “Aggressivität” in aller Regel.
In diesen Becken werden die Nachzuchten aufgezogen. Sie wurden extra für die Axolotl - Nachzucht angefertigt.
Der Besatz sollte nicht zu eng ausfallen und den einzelnen Tieren genügend Raum bieten.
Reinigung:
Das Wasser wird alle 1 - 3 Tage gewechselt, bis sie die gefilterten Becken beziehen.
Eine Filterung und Belüftung erfolgt nicht zwingend, da durch den Wasserwechsel genug Sauerstoff eingebracht wird. Außerdem sind die Lungen schon soweit ausgebildet, dass auch die kleinen Larven von Zeit zu Zeit an die Oberfläche schwimmen und Luft zu atmen.
Fütterung:
Die Axolotl nehmen anfänglich ausschließlich Lebendfutter an. Dieses muss nach Aufzehrung des Dottersackes ( ca. die ersten 2-4 Tage nach Schlupf ) unbedingt zur Verfügung stehen.
Am Anfang kleines Lebendfutter, hauptsächlich frisch geschüpfte Artemianauplien (Salzwasserkrebse), sehr kleine Wasserflöhe,oder vergleichbar kleines Futter verabreichen. Mindestens eine tägliche Fütterung vornehmen, damit sich die Axolotl richtig entwickeln können. Bei Fütterung der Artemia Salina bitte darauf achten, dass diese vor Verfütterung im Sieb gründlich abgespült werden und nicht zu viele Eierschalen mit abgesaugt werden, da diese zu Verdauungsproblemen bei sehr jungen Axolotln führen können.
Auch “ Protogen “ kann anfänglich verfüttert werden, doch ist darauf zu achten, dass sie nicht zu viel Protogen aufnehmen und dadurch verenden könnten. Protogen auch immer außerhalb des Beckens ansetzen, wegen der starken Vermehrung der Mikroorganismen und mittels einer Pipette zufüttern.
Ab ca. 2 cm Körperlänge kann mit dem Zufüttern von kleingeschnittenen Mückenlarven begonnen werden. Die Verfütterung kleingeschnittener, roter Mückenlarven, bringt durch das schnelle Auslaugen des Futters eine starke Belastung des Wassers mit sich, somit ist ein täglicher Wasserwechsel angezeigt. ab ca. 3,5 cm Körperlänge wird komplett auf Frostfutter (Wasserflöhe, rote Mückenlarven,...) umgestellt.
Haben die Tiere eine Größe um ca. 5 cm erreicht, kann mit dem Zufüttern von Fleisch, Regenwürmer, Fisch, in kleinst zerschnittenen Portionen begonnen werden. Ab einer Größe von ca. 5 - 6 cm können die noch sehr kleinen Larven an Axolotl-Pellets gewöhnt werden. Ab dieser Futterumstellung erfahren die jungen Axolotl einen gut zu beobachtenden Wachstumsschub. Dieser Wachstumsschub ist auf den hohen Nährstoffgehalt dieses Futters zurückzuführen. Für die kleinen Axolotl sollte anfänglich die Körnung 1-2 mm gewählt werden. Das Zerstoßen einer größeren Körnung dieses Futters ist auch möglich, wird das Wasser aber deutlich schneller belasten, da die Oberfläche des vollextrudierten Futters beschädigt wurde und dieses damit schneller zerfallen kann. Anfänglich müssen die Larven auf das ungewohnte, fremde und härtere Futter umgestellt werden. Somit bleiben anfänglich größere Reste über, welche abgesaugt werden sollten. Zur Umstellung sollte eine gewisse Konsequenz des Halters eingehalten werden, da Axolotl vorläufig erstmal ihr gewohntes Futter bevorzugen werden. Daher anfänglich gemeinsam mit gewohnter Futtersorte verfüttern, nach wenigen Tagen im Wechsel und bei vollständiger Futterakzeptanz kann es als Hauptfutter eingesetzt werden.
Es sei angemerkt, dass die Aufzucht der Axolotl nicht ohne weiteres erreicht wird und im Gegensatz zur Haltung adulter Tiere einen großen Aufwand an Zeit und Pflege benötigen. Der Verlust an Axolotln kann in der Anfangsphase schon durch kleinste Fehler sehr hoch sein. Durch parasitären Befall kann die gesamte Population schnell vernichtet werden.
Andererseits ist zu berücksichtigen, dass bei idealen Bedingungen über 95% der Larven aufgezogen werden. Dieses wird den Halter schnell aus Platz- und Vergabegründen vor große Probleme stellen. Daher sollte man sich vor Aufzucht eines Geleges unbedingt vergegenwärtigen, wie viele Exemplare im Zweifel im eigenen Bestand aufgenommen werden können und wie viele Tiere mit Sicherheit abgegeben werden können. Bitte spekulieren Sie nicht auf ein allzu großes Interesse an Axolotl - Nachzuchten, dieses ist definitiv nicht gegeben, auch wenn sich die Haltung von Axolotln einer immer größeren Beliebtheit erfreut.
Hinweis zu Axolotl-Pellets (Lachszuchtpellets) in der Aufzucht:
Zur regelmäßigen Fütterung des Axolotl sind Axolotl-Pellets sehr geeignet, da sie sowohl von der Zusammensetzung, als auch von der bodensinkenden Eigenschaft her, den Futterbedürfnissen bzgl. Nährwert und Futteraufnahme eines Axolotl entsprechen. Axolotl-Pellets zeichnen sich durch ein rasches absinken zu Boden aus und lösen sich auch nach 24 Stunden nicht auf. Hat sich der Axolotl an diese Pellets gewöhnt, werden die Pellets ohnehin innerhalb kürzester Zeit gefressen und belasten somit nicht das Wasser.
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