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Haltung der Axolotl:

Als Dauerlarven verbringen Axolotl normalerweise ihr gesamtes Leben im Wasser. Für ihre Haltung wird dementsprechend eine aquaristische Ausstattung benötigt. Im Aquarium sind Axolotl interessante und unproblematisch zu haltende Tiere.

                                       

Temperaturen:
Auch wenn Axolotl im Grunde sehr einfach zu haltende Aquarienbewohner sind, sollte man eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Axolotlhaltung nicht unterschätzen: Die Temperatur!

Im Sommer kann sich die Einhaltung der optimalen Temperaturgrenzen, die bei 12-20°C Wassertemperatur liegen sollte, als Problem erweisen. Temperaturen von 10-22°C sind möglich, wobei Temperaturen von 22°C nur für einen kurzen Zeitraum von wenigen Tagen vorherrschen sollten. Zu hohe Temperaturen bedeuten für Axolotl großen Stress und steigern die Krankheitsanfälligkeit drastisch.

Daher sollte bereits bei der Standortwahl des Aquariums darauf geachtet werden, dass ein möglichst kühler Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung bevorzugt ausgesucht wird, bspw. Flure oder Kellerräume.

Eine konstant kühle Wassertemperatur erreicht man am einfachsten mit einem Kühlaggregat (Link in den Shop?). Zwar sind diese Geräte in der Anschaffung recht teuer, aber sie gewährleisten auch in Zeiten der Abwesenheit eine durchgehende Einhaltung der notwendigen Temperaturgrenzen. Schließlich sollte man bedenken, dass man in den Sommermonaten auch gerne in den Urlaub fährt oder Wochenendausflüge macht. Auch in dieser Zeit sollte für eine effektive Kühlung gesorgt sein.

Eine weitere Möglichkeit bieten speziell für die Aquaristik angefertigte Kühlventilatoren (Kleinspannung). Sie erreichen eine Temperatursenkung bezogen auf die Temperatur der Raumluft von bis zu 4°C. Hierbei sollte beachtet werden, dass dieser Kühleffekt an heißen Sommertagen unter Umständen nicht ausreicht um die Temperaturgrenzen der Axolotlhaltung zu gewährleisten und weitere Kühlmaßnahmen zusätzlich eingeleitet werden müssen.

Auch Ventilatoren, die aus sicherer Entfernung auf das Aquarium gerichtet werden, eignen sich die Temperatur konstant etwas zu senken. Ventilatoren mit  230Volt dürfen nicht direkt über oder am Aquarium verwenden, da bei falscher Handhabung ein lebensgefährlicher Stromschlag drohen kann.

Möchte man auf ein Axolotlaquarium im Wohnzimmer nicht verzichten, kann aber in Hitzeperioden keine entsprechende Kühlung des Beckens gewährleisten, bietet sich für die heißen Sommerwochen ein weiteres Becken z.B. im kühlen Keller als Sommerquartier an. Dieses sollte selbstverständlich auch alle anderen Voraussetzungen eines artgerechten Axolotlaquariums erfüllen.

  • Als Sofortmaßnahmen bei zu hohen Wassertemperaturen bieten sich zudem folgende Möglichkeiten zur kurzfristigen Verbesserung an: Teilwasserwechsel mit kaltem, frischem Wasser.
     
  • Mit Wasser gefüllte Kunststoffflaschen in das Gefrierteil geben und im gefrorenen Zustand in das Aquarium legen, oder große Kälteakkus verwenden. Wenn die Flaschen voll sind, platzen sie im Gefrierschrank, oder wenn sie in das Aquarium eingelegt werden. Bitte die Flaschen nur zu 3/4 mit Wasser füllen!
     
  • Bei zu hohen Temperaturen die zusätzliche Wasserdurchlüftung verstärken, da der Sauerstoffgehalt im Wasser mit steigender Temperatur abnimmt.
     
  • Es sollte beachtet werden, dass es sich um Sofortmaßnahmen handelt. Eine langfristige Kühlung des Beckens sollte auch unbedingt bei Abwesenheit gewährleistet sein. Dies sollte bei der Entscheidung, ob Axolotl die passenden Haustiere sind, auf alle Fälle berücksichtigt werden.

                              


                                                             
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Solche Kühlventilatoren können problemlos auf jedes Aquarium gesetzt werden und die Wassertemperatur. bezogen auf die Umgebungstemperatur um 2 - 4°C absenken.

               

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Komfortabler und auch bei höheren Außentemperaturen praktikabel sind Kühlaggregate auf Verdichterbasis. Diese garantieren die Einhaltung der Temperaturgrenzen der Axolotlhaltung auch im Hochsommer

 

Wasserwerte:

Es sollten keine chemischen Zusätze in das Wasser gegeben werden! Nähere Informationen sind hier zu finden:

Der Wasserqualität ist eine größere Bedeutung beizumessen. Auch wenn Axolotl nicht unmittelbar so empfindlich auf schlechtere Werte reagieren wie z.B. Fische, sollten diese Werte auch für das Maß der Qualität herangezogen werden.

Ein zu hoher pH-Wert (zu viel Basen) ist für Axolotl und Pflanzen ebenso schädlich wie ein zu niedriger pH-Wert (zu viele Säuren). Für Axolotl ist ein pH-Wert zwischen 7 und 7,5 optimal, 6,5 - 8,0 ist möglich.

Die Wasserhärte sollte bei mindestens 6GH liegen. Hier gilt, je höher, desto besser. Axolotl mögen hartes Wasser.

Durch den bakteriellen Zersetzungsprozess von Futterresten, Ausscheidungen und abgestorbenen Pflanzenresten wird das Wasser zusätzlich belastet. Je nach pH-Wert werden ungiftiges Ammonium oder giftiges Ammoniak gebildet. Bei einem pH-Wert unter 7 bildet sich ausschließlich Ammonium, bei höheren Werten immer stärker Ammoniak. Einen Gehalt an freiem Ammoniak von mehr als 0,2mg/l ist für Axolotl als bedrohlich anzusehen. Bei solchen Belastungen ist ein sofortiger Teilwasserwechsel vorzunehmen.

Der Nitritgehalt sollte max. 0,5 mg/l betragen. Ab 0,5 mg/l sollte ein sofortiger Teilwasserwechsel durchgeführt werden, bzw. sollten die Aquarienbewohner vorübergehend evakuiert werden, bis der Wert wieder unter diese Marke gesunken ist.

Ein Nitratgehalt bis 25mg/l ist akzeptabel, Werte über 40mg/l sollten vermieden werden.

Mit Wassertests lassen sich diese Werte überprüfen. Dabei bieten Tröpfchentests (Tetriertests) eine exaktere Möglichkeit der Bestimmung der Wasserwerte als Teststreifen.

Zusammengefasst sollte das Wasser in einem Axolotlbecken folgende Werte erfüllen:

  

pH-Wert

zwischen 7 und 7,5 optimal, 6,5-8 möglich

Gesamthärte

ab 6° GH, je höher, desto besser

Karbonathärte

i.d.R. 80% der Gesamthärte

Ammoniak

weniger als 0,2mg/l

Nitrit

in einem eingelaufenen Becken gegen 0mg/l, in der Einlaufphase ist eine Evakuierung der Tiere ab 0,5mg/l zu empfehlen

Nitrat

bis 25mg/l optimal, über 40mg/l vermeiden

 

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                                       Mit solchen Tetriertests lässt sich die Wasserqualität am genauesten bestimmen!

 

                                                                       a_JBL_Wassertest

                                                    Mit solchen Teststreifen hat man einen sehr schnellen Überblick über die
                                                    Wasserwerte, wobei die Genauigkeit der Tetriertests deutlich höher ist.

 

Der Bodengrund:

Ein Bodengrund ist aus Sicht der Axolotl für die Einrichtung eines  Aquariums von besonderer Bedeutung, da Axolotl bei der Futteraufnahme Bodengrund mit verschlucken und dieser somit bei der Verdauung keine Schadstoffe an den Organismus abgeben darf. Der im Fachhandel angebotene Bodengrund für Aquarien ist in der Regel für die Einbringung in normales Aquarienwasser gedacht und nimmt unter dieser Verwendung selten negative Einflüsse auf das Aquarienwasser, jedoch verhält es sich bei Bodensubstrat fressenden Arten völlig anders. Im pH Neutralen Bereichen lösen sich für den Organismus schädliche Stoffe wie Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, etc. nicht so schnell aus, allerdings verhält es sich im Milieu der Magensäure ganz anders. Der Kontakt mit der Magensäure führt zur teilweisen  Zersetzung des Substrates und aller darin befindlichen Stoffen. Sind die vorab benannten, oder weitere, giftige Stoffe beinhaltet, kommt es zu negativen Langzeitwirkungen, welche bis hin zum frühen Tode führen können. Daher sollte gerade dem Thema der richtigen Auswahl des Bodengrundes große Bedeutung beigemessen werden.

Ebenfalls von großer Bedeutung ist das Thema der möglichen Verstopfungen, welche beiläufig bei der Aufnahme vom Bodengrund entstehen können. Solche Verstopfungen können vorübergehend sein, oder aber auch ein Ausscheiden völlig unmöglich macht. Es wurde vereinzelt von Todesfällen berichtet, welche eindeutig auf den Einsatz von ungeeignetem Bodengrund zurückzuführen waren. Damit die Bodengrundaufnahme auch nicht zu derartigen Erscheinungen führt, sollte der Aquariengrund eine Körnungsgröße zwischen 1 - 3mm haben und weder scharfkantig, noch größer ausgelegt sein.

Ideal wäre die Wahl eines runden, bzw. abgerundeten Substrates, welche eine möglichst ideale Darmpassage bieten.
Einen für Axolotl idealen Bodengrund stellt Axogravel dar, da dieser kugelrund ist und fast ausschließlich aus Calcium besteht. Weder im Wasser, noch im Bereich der Verdauung sind schädliche Einflüsse zu befürchten. Der Bodengrund stammt aus deutscher Herkunft und unterliegt ständiger Kontrolle.
Durch das ausschließliche Verwenden eines Herstellers ist sichergestellt, dass der Anbieter keine ähnlichen Sorten als Axogravel verwendet oder diese unter dem Namen beworben werden, welche zwar relativ ähnlich aussehen, aber meistens aus anderen  Herkunftsländern (z.B. aus Osteuropa und Fernost) stammen und sehr wohl zu hohe Belastungen mit Mangan, Eisen, Zink oder Kupfer vorweisen können. Es ist also absolut nicht ratsam, auf das billigste Produkt zurückzugreifen, nur weil einige Euro zu sparen sind.

 

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Beschreibung Axogravel:
Axogravel ist ein “kugelrunder” Bodengrund in idealer Körnungsgröße, welcher in unterschiedlichen Farbstellungen angeboten wird und auch untereinander gemischt werden kann. Dieser Bodengrund weist die empfohlene Körnungsgröße von ca. 1 - 3 mm auf und verhindert durch seine Beschaffenheit, die weiter oben benannten Probleme.

Welcher Bodengrund letztlich zum Einsatz kommt, muss nach persönlichem Geschmack aber wesentlich auch nach der Eignung entschieden werden. Neben dem abgerundeten Axogravel kommen auch Sand und ungefärbter, natürlicher Aquarienkies in passender Körnungsgröße in Frage. Sand bietet den Vorteil, dass Futterreste nicht so leicht im Bodengrund einsickern, andererseits ist ein Kiesboden leichter zu reinigen.
Wir selber setzen mittlerweile ausschließlich den oben benannten Axogravel  in den Axolotlbecken ein, auch wird dieser seitens der größten Community zum Axolotl in der Regel empfohlen.

Gefärbte und kunststoffummantelte Kiesarten sind als Bodengrund für ein Axolotlbecken völlig ungeeignet. Da Axolotl wie oben beschrieben den Kies beim Saugschnappen des Futters mit aufnehmen und dieser im Anschluss wie das Futter ebenfalls den Verdauungstrakt durchläuft, können durch die Magensäure und den Verdauungsvorgang Farbstoffe und Kunststoffanteile gelöst werden. Entsprechende Schadstoffe können somit durch den Axolotl aufgenommen werden.

Dies bedeutet selbstverständlich nicht, dass diese Kiesarten grundsätzlich nicht für Aquarien geeignet sind oder andere Aquarienbewohner gefährden. Für Axolotl und deren Eigenheiten bei der Nahrungsaufnahme, sind sie jedoch nicht geeignet

Ebenfalls als ungeeignet haben sich schwarze Kiessorten erwiesen, die aufgrund des Herstellungsprozesses erzhaltig sind und eine scharfe, glasartige Oberfläche aufweisen. Hier besteht unter anderem die Gefahr, dass die bodenlebenden Axolotl Verletzungen am Bauch und an den Füßen davontragen. Auch wurde beobachtet, dass aufgrund des hohen Erz-/Eisengehaltes Organschäden und Kiemennekrosen hervorgerufen wurden.

             

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Korallensand ist besonders bei weichem Wasser geeignet, da Axolotl eher hartes Wasser bevorzugen und dieser Bodengrund eine Aufhärtung des Wassers bewirkt.

 

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Zeolith ist ein geeignetes Filtermedium und in sehr feiner Körnung als Bodengrund einsetzbar, welcher durch
seine sehr positiven Eigenschaften zu einer stabileren Wasserqualität führen kann.

 

Allgemeines zum Aquarium und der Beckengröße:


Ausgewachsene Tiere können eine Größe von 25 cm leicht überschreiten und erreichen ein Gewicht von bis zu 300 g. Daher sollten für die Haltung von Axolotln Becken mit mindestens 80 cm Länge genutzt werden. Aufgrund ihrer Größe sollte man für 4 Tiere ein Aquarium von mindestens 1 m Länge (z.B. 200 l = 100x40x50) einplanen. Eine Beheizung ist nicht notwendig, da Axolotl, wie bereits erwähnt, Kaltwassertiere sind.

Im Gegensatz zur nicht unbedingt notwenigen Beleuchtung ist eine Filteranlage durchaus zu empfehlen, da die Axolotl bei guter Fütterung beträchtliche Mengen an Fäkalien ausscheiden. Soweit durch die Pumpe eine Strömung entsteht, darf diese nicht zu stark werden. Im Idealfall gelingt es dem Axolotlhalter die Pumpe so einzustellen, dass keine spürbare Strömung entsteht. Die Tiere müssen sicheren Halt auf dem Boden finden und werden durch eine zu starke Strömung vermeidbarem Stress ausgesetzt. Ausführlichere Informationen zum Thema Wasserfilterung und den verschiedenen Filterarten wurden hier (Link zum Unterpunkt „Wasserfilterung“) zusammengetragen.

Axolotl lieben es eher schattig und benötigen nicht unbedingt eine direkte Beleuchtung im Aquarium, was aber normalerweise schon wegen der Pflanzen notwendig ist. Daher muss sichergestellt werden, dass ausreichend schattige Bereiche zum Rückzug vorhanden sind. Speziell für die Aquaristik hergestellte Höhlen, dichtere Pflanzzonen oder einfache Röhren aus dem Sanitärfachhandel zum Hineinschlüpfen, bieten dem Axolotl die Möglichkeit, sich unbeobachtet zurückzuziehen. Idealerweise sollte für jedes Tier eine Höhle zur Verfügung stehen  

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Pflanzen:

Für die Haltung von Axolotln eignen sich Kaltwasserpflanzen, welche keine höheren Temperaturen über 18°C benötigen. Hier einige Abbildungen geeigneter Pflanzen, die in einem Axolotlbecken ohne Vorbehalte eingesetzt werden können.

1. Hornkraut
2. Wasserpest
3. Moosball
4. Javamoos
5. Wasserlinsen
6. Vallisnerien
7. Einblatt
8. Efeutute

                  

               Ein leicht verständliches Tutorial zur Einrichtung eines Axolotlaquariums kann hier eingesehen

 

Wie viele Axolotl passen in mein Aquarium?

Wie viele Axolotl höchstens zusammen in einem Becken gehalten werden sollten, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen ist die Beckeneinrichtung mit den geschaffenen Möglichkeiten zum Rückzug, also insbesondere Höhlen und Verstecke, zu beachten, zum anderen natürlich die Größe des Aquariums selbst. Ein großes Volumen ist nicht immer gleichzusetzen mit einer Eignung für einen höheren Besatz als bei einem volumenmäßig kleineren Aquarium. Die Höhe des Beckens und damit die Höhe des Wasserstandes sind also für die Festlegung des möglichen Besatzes an Axolotln nicht ausschließlich von Belang, sondern im Wesentlichen die Grundfläche, über welche das Aquarium verfügt. Axolotl halten sich fast ausschließlich am Boden des Aquariums auf und benötigen daher eine möglichst große Fläche. Es ist des Weiteren zu berücksichtigen, dass das Nettovolumen eines Beckens unter der theoretisch zu erreichenden Volumenangabe liegt.
 

Besatztabelle für Axolotl in Abhängigkeit zur Beckengröße

                                  2011-04-11_2010-11-10_Besatzdichte