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Vergesellschaftung:

 

Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Axolotl um einen “Jäger“ handelt, ist die Vergesellschaftung mit anderen Arten nicht ganz unproblematisch. Entweder spielt der Axolotl die Rolle des “Jägers“ oder er wird auch schnell zum Opfer.
Grundsätzlich versucht der Axolotl alles zu fressen, was in sein Maul passt. Daher sollte immer damit gerechnet werden, dass vergesellschaftete Aquarienbewohner (Guppys, Schnecken, Garnelen und Co.) als willkommener Lebendfuttersnack enden. Generell überleben die vergesellschafteten Tier länger, wenn das Aquarium gut bepflanzt ist und die Tiere so die Möglichkeit haben, sich vor dem Axolotl zu verstecken. Garnelen schätzen Moos sehr.

Dies gilt im Übrigen auch für deutlich kleinere Artgenossen. Passt der Kopf eines kleineren Axolotl in das Maul eines größeren Axolotls, so muss damit gerechnet werden, dass der  kleinere Artgenosse zumindest verletzt, wenn nicht sogar getötet und gefressen werden kann. Daher ist von einer Haltung mehrerer Axolotln mit erheblichen Größenunterschieden abzuraten.

Diese Seite beschreibt nachfolgend, welche Arten zur Vergesellschaftung geeignet erscheinen und welche man besser meiden sollte. Sicherlich ist diese Aufzählung nicht vollständig, aber sie entspricht den derzeitig gesammelten Erfahrungen vieler Axolotlhalter und -züchter.

Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Gesellschaftstieren darauf geachtet werden, dass diese keine Krankheiten in den vorhandenen Bestand einschleppen. Besonders ist hier auf den Chytridpilz hinzuweisen, da Fische, Schnecken und Garnelen häufig Träger des Erregers Batrachochytrium dendrobatidis sind. Sind diese Tiere infziert, erkranken sie allerdings nicht daran, sodass man Amphibien im Bestand mit vermeintlich gesunden Gesellschaftstieren der Gefahr einer Infektion aussetzt. Deshalb ist zu empfehlen, Gesellschaftstiere aus BD-frei getesteten Beständen zu beziehen, da die Futtertiere selbst nur als tote Tiere zum Test auf BD eingesendet werden können. Amphibien die mittels einfachen Hautabstrich getestet werden können.

 

 

Zur Vergesellschaftung geeignete Arten:

 

                                          Guppy, Kardinalfische, Zebrabärblinge:

Liebhabern und Züchtern dieser Fische wird jetzt die Zornesröte ins Gesicht getrieben, aber da diese Arten dem Axolotl niemals gefährlich werden können und sogar schnell in die Nahrungskette des Axolotl aufgenommen werden, stellen sie aus Sicht des Axolotl ideale “Partner“ zur Vergesellschaftung dar. Die Wassertemperatur soll bei dieser Vergesellschaftung allerdings nicht unter 20°C sinken, da auf Dauer noch niedrigere Temperaturen dem Guppy nicht zugemutet werden dürfen.

Die Fruchtbarkeit der Guppys zum Beispiel ist ja weitreichend bekannt, so wird er sich auch im eher kalten Wasser des Axolotls vermehren. Da sich Guppys vorwiegend in den oberen Wasserregionen aufhalten und Axolotl am Boden, haben die Guppys geringfügig bessere Aussichten, diese Vergesellschaftung länger als 1 - 2 Tage zu überstehen. Andererseits vergeht sich der Guppy nicht, wie viele anderen Fische, an den Kiemenästen des Axolotls. Infos zu Guppys unter www.guppy.de

Andere als die oben genannten gängigen Zierfischarten eignen sich zur Vergesellschaftung in der Regel nicht. Entweder sind die Temperaturen in einem Axolotlbecken zu niedrig (bspw. für Neons und Mollys), um eine artgerechte Haltung zu ermöglichen oder sie verletzen die Axolotl indem sie ihnen an den Kiemenhärchen knabbern (bspw. Goldfische).

                                                             

Wasserschnecken:

Schnecken eignen sich grundsätzlich zur Vergesellschaftung mit Axolotln, da sie aufgrund der Langsamkeit und der allgemeinen Konstitution dem Axolotl nicht gefährlich werden können. Der Nachwuchs der Schnecken dient dem Axolotl auch teilweise als Nahrung. Ob Posthornschnecke, Blasenschnecke, Apfelschnecke oder Spitzschlammschnecke, sie sind alle durchaus für die Vergesellschaftung geeignet. Jedoch werden auch sie auf dem Speiseplan des Axolotls aufgenommen. Nur große Exemplare, welche nicht in das Maul des Axolotls passen, sind davor sicher.

Im Falle der Vergesellschaftung mit Posthornschnecken oder Apfelschnecken gilt, die Wassertemperaturen nicht unter 18°C sinken zu lassen, da es sich bei diesen Arten um Warmwassertiere handelt.  Infos zu Wasserschnecken unter www.gastropoda.de

 

                                                      

Zwerggarnelen:

Robuste und wenig anspruchsvolle Garnelenarten wie z.B. Red Fire und Yellow Fire, die in der Regel günstig im Erwerb und sehr vermehrungsfreudig sind, eignen sich ebenfalls zur Vergesellschaftung mit Axolotln.

Sie dienen dabei nicht nur als willkommener Lebendfuttersnack, sondern sie halten, ebenso wie die oben genannten Schnecken das Aquarium sauber, beseitigen abgestorbene Pflanzenreste und reduzieren Algenbildung.

 

 

Zur Vergesellschaftung nicht geeignete Arten:

 

                                                   

Barsche:

Barsche jeglicher Art sind ebenfalls ”Jäger“ und werden daher auch zum Feind des Axolotl. Schnell werden sie dem Axolotl seine Kiemenäste verstümmeln und auch der restliche weiche Körper schmeckt ihnen sicherlich vorzüglich.

Aus diesem Grund bitte unbedingt Abstand halten von dieser Vergesellschaftung.

 

                                                                   

Schmerlen:

Fische wie z.B. die Prachtschmerle vergehen sich sehr schnell an Axolotln. Bevorzugt junge Axolotl werden schnell zum Opfer dieser sehr schönen Fische und regelrecht “geschlachtet“.

Leider habe ich diese Erfahrung am Leibe meiner eigenen Nachzucht sammeln müssen, als ich die jungen Axolotl mit einer Länge von ca. 8 – 10 cm in ein mit 2 Prachtschmerlen und Guppys bestücktes Becken einsetzte. Infos zu Schmerlen unter www.schmerlen.de

 

                                                           

Welse:

Grundsätzlich ist von der Vergesellschaftung von Welsen mit Axolotln abzuraten. Bei Gefahr stellt der Wels seine Stacheln auf und verkeilt sich so im Maul des Axolotls, wenn dieser versucht den Wels zu fressen. Wenn der Axolotl versucht, den Wels auszuspucken, wird das nicht mehr gelingen und so würde Jäger und Gejagter elendig verenden. Zumindest wären schwere Verletzungen zu befürchten, die ein sich bedroht fühlender Wels einem Axolotl durch seine Stacheln zufügen könnte.

Zudem wurde bereits mehrfach beobachtet, dass Welse die empfindliche Haut der Axolotl abraspeln und ihnen somit schwerste Wunden zufügen, die sich sehr schnell infizieren können.

 Infos unter www.welse.net

 

                                                       

Schildkröten:

Schildkröten eignen sich niemals zur gemeinsamen Haltung mit Axolotln. Auch wenn man es den Schildkröten nicht zutraut, so sind sie “kompromisslose Jäger“ und werden den Axolotl, der ihnen in keiner Weise irgendetwas entgegenzusetzen hätte, erbeuten. Infos zu Wasserschildkröten unter www.zierschildkroete.de

 

 

(Zwerg-)Krallenfrösche:

Krallenfrösche sind, vor allem wenn es um die Futterbeschaffung geht, sehr rabiate Gesellen. Sie eignen sich keinesfalls zur Vergesellschaftung mit Axolotln, da sie erfahrungsgemäß in der Lage sind, Axolotln binnen weniger Minuten schwerste Verletzungen zuzufügen.

 

 

Krebse:

Seit einiger Zeit werden in der Aquaristik gehaltene Krebse immer beliebter. Dazu gehören sowohl recht imposante und große Arten wie Cheraxe, aber auch amerikanische Fluss- und Sumpfkrebsarten. Diese Tiere sind Jäger und mitunter sehr aggressiv. Die Vergesellschaftung ist aufgrund der sehr hohen Verletzungsgefahr durch die teilweisen sehr mächtigen Scheren der Krebse unbedingt abzulehnen.

Zudem wurde nach neuesten Erkenntnissen festgestellt, dass diese Krebse Überträger des Chytridpilzes sein können.