Algen

Algen und deren Bekämpfung

Sie sind bei den Aquarianern nicht gerne gesehen, treiben ihn oftmals in den Wahnsinn. Nicht tote Fische bewegen den einen oder anderen Einsteiger zum aufgeben des neuen Hobbys, nein, oftmals ist es der niemals aufhörende Algenwuchs.

Die Ursachen für plötzlich starken Algenwuchs können sehr vielseitig sein, die Bekämpfung ein langwieriger Kampf, der manchmal Monate dauern kann. Um zu verstehen, wie man Algen erfolgreich bekämpfen kann, ist äusserst wichtig, die genauen Gründe für den plötzlichen Algenwuchs zu kennen.

Ein wenig Algenwuchs im Aquarium ist kein Grund in Panik auszubrechen, Algen gehören zu einem Aquarium wie Pflanzen normalerweise auch. Vorallem in den ersten zwei bis drei Monaten, in denen das Aquarium langsam in das biologische Gleichgewicht zu kommen versucht, ist ein plötzlicher Algenwuchs nichts ungewöhnliches. Sorgen sollte man sich allerdings machen, wenn man zwei bis drei Tage nach Entfernung der Algen von der Scheibe rätseln muss, welche Fische man im Aquarium sieht, da die Algen die Scheiben wieder zugepflastert haben.

Man sollte sich beim Thema Algenwuchs immer vor Augen halten, dass Algen in direkter Konkurrenz zu den Pflanzen stehen. Wachsen und gedeihen die Pflanzen im Aquarium prächtig, haben es die Algen schwerer, sich explosionsartig zu verbreiten.
Was begünstigt den Algenwuchs ?

Futterreste

Futterreste werden in mehreren Schritten zu Nitrat verarbeitet. Dafür sind wie schon beschrieben einige Bakterienarten zuständig. Bei schwachem Pflanzenwuchs profitieren Algen schnell von den Futterresten, da sie nicht wie die Pflanzen ortsgebunden sind, sondern im Aquariumwasser für uns unsichtbar umher schweben können. Bei einigen Algenarten färbt sich das Wasser durch die schwebenden Algen grünlich.
Natürlich gibt es auch ortsgebundene Algenarten, die sich zum Teil wie ein Teppich über alles legen und alle Pflanzen arg in Mitleidenschaft ziehen.
mangelnde Wasserhygiene

Leider nehmen es einige Aquarianer nicht so genau mit der Wasserhygiene und wechseln mal ab und zu Wasser, je nach Lust und Laune oder wenn mal ein wenig Zeit dafür vorhanden ist.
Dadurch erhöhen sich die Werte der Abfallprodukte im Aquarium erheblich.
Ein nun für das Aquarium plötzlicher Wasserwechsel entfernt zwar die Abfallprodukte, hat aber zur Folge, das sich die Wasserwerte zu schnell verändern. Pflanzen haben dann Mühe, sich an die neuen Gegebenheiten wieder anzupassen und hier haben Algen die Chance, in Aktion zu treten und sich zu vermehren.
Auch wenn Pflanzen in dem Falle „nur“ ein bis zwei Tage brauchen, um sich von dem plötzlich gemachten Wasserwechsel zu erholen, reicht das für die Algen schon. Wer also regelmässig und in etwa immer die gleiche Wassermenge wechselt, sorgt auch für ein gleichbleibendes Wasserklima und beugt einem Algenwachstum vor.

In den ersten paar Monaten empfiehlt sich ein wöchentlicher Wasserwechsel, da dass Aquarium sich noch nicht im biologischen Gleichgewicht befindet. Später, wenn sich das Aquarium im biologischen Gleichgewicht befindet, kann man auch erst versuchsweise einen Wasserwechsel alle zwei Wochen testen.
Sollte es nicht zu einem vermehrten Algenwuchs kommen, kann man auch dabei bleiben.
erhöhte Nitrat-, Kieselsäure- und Phosphatwerte

Nicht in allen Fällen ist der Aquarianer „schuld“, dass sich die Algen ohne Hemmungen ausbreiten. Manchmal ist der Schuldige auch im Leitungswasser zu suchen.
Durch intensive Landwirtschaft wird viel Dünger auf den Feldern ausgebracht, der mit dem Regen in den Bodengrund gelangt und über kurz oder lang auch in unser Leitungswasser. Leitungswasser gilt in grossen Teilen Europas zwar als Lebensmittel, kann aber vielerlei Rückstände von Stoffen enthalten. Dazu zählen auch Nitrat und Phosphat.
Kieselsäure kann zu Kieselalgen führen, die als braune Beläge auf Pflanzen, Scheiben und Einrichtungsgegenständen sichtbar sind. Kieselsäure (H4SiO4) entsteht durch Silizium, welches eines der am häufigst vorhandenen Elemente an der Erdoberfläche ist. Als Regen versickert das Wasser im Boden, kommt mit Silizium in Kontakt und löst die Kieselsäure aus dem Silizium heraus.
Gerade in den ersten Wochen, also während der Einfahrzeit, kann es zu einer vermehrten Bildung von Kieselalgen kommen.

Tipp

Mit einer Umkehrosmoseanlage entfernt man diese Stoffe zuverlässig aus dem Leitungswasser.

zu grosse Düngerzugaben

Pflanzen können nur eine bestimmte Menge Dünger aufnehmen, Fische geben Fischkot ab, der nach diversen Umwandlungsprozessen auch als Dünger zur Verfügung steht. Eine zu grosse Düngerzugabe nützt vorallem den Algen etwas, den Pflanzen weniger. Je nach vorhandenen Pflanzenarten kann es vorkommen, dass im Dünger enthaltene Stoffe von den Pflanzen nur teilweise oder einige Stoffe gar nicht aufgenommen werden. Algen sind mit allem zufrieden, also auch mit übrig gebliebenen Stoffen im Dünger.
Um dies zu verhindern, kann man mit vielen verschiedenen Pflanzenarten dafür sorgen, dass möglichst alle im Dünger enthaltenen Stoffe aufgenommen werden.
direkte Sonneneinstrahlung

Das Aquarium sollte nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Sonnenlicht besitzt ein komplett anderes Farbspektrum als die in der Aquaristik eingesetzten Leuchtmittel. Ähnlich wie bei der mangelnden Wasserhygiene müssen sich die Pflanzen den unterschiedlichen Lichtverhältnissen anpassen, also einmal künstliches Licht, einmal natürliches Licht. Die Pflanzen brauchen mindenstens ein paar Stunden, bis sie sich an die neuen Gegebenheiten angepasst haben und das nützen die Algen aus.
falsche Leuchtmittel

Pflanzen reagieren auf bestimmte Farbspektren mit einem guten Wuchs. Einige Farbspektren tragen jedoch dazu bei, dass vorallem die Algen und nicht die Pflanzen davon profitieren können.
Deshalb gibt es speziell für die Aquaristik entwickelte Leuchtmittel, die weniger Anteile an algenfördernden Farbspektren besitzen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Einige in den Aquaristikgeschäften erhältlichen Leuchtmittel halten nicht, was sie versprechen. Bei Aquarienkombinationen sollte man misstrauisch sein, da manchmal bei den Leuchtmitteln gespart wird und ein Noname-Produkt im Set mitverkauft wird.

Der Autor durfte sich ein geschlagenes dreiviertel Jahr mit immer wiederkehrenden Blaualgenexplosionen rumärgern. Die in der Aquarienkombination mitverkauften Leuchtmittel entpuppten sich nach langen Nachforschungen als normale Leuchtmittel, wie man sie in jedem Baumarkt billig bekommt. Andere Aquarianer hatten mit der gleichen Aquarienkombination die selben Probleme.
falsche Beleuchtungszeiten

Das Licht ist in erster Linie für die Pflanzen da, für die Fische spielt die Art des Lichtes eine untergeordnete Rolle. Einige Aquarianer gönnen ihrem Aquarium eine „Mittagspause“, in der das Licht entweder komplett oder teilweise ausgeschaltet ist. Zwingend ist eine Mittagspause jedoch nicht.
Als Faustregel gilt, dass das Licht mindestens fünf Stunden an sein sollte, gefolgt von einer mindestens drei Stunden dauernden Pause.
Die Pflanzen brauchen je nach Art ein paar Minuten bis zu mehreren Stunden, bis sie mit der Photosynthese starten. Bei falschen Beleuchtungszeiten, zum Beispiel eine Beleuchtungsdauer von nur drei Stunden, werden die Pflanzen durch die für sie schnellen Umstellungen unnötig gestresst, was sie mit schlechtem Pflanzenwuchs quittieren. Schlechter Pflanzenwuchs begünstigt jedoch die Algen.

schlechter Filter

Ein schlecht dimensionierter Filter mit einer zu starker Umwälzleistung kann nicht biologisch arbeiten. Genauso ist ein schlecht gewarteter Filter, zum Beispiel komplett verschlammt, nicht gut für das biologische Gleichgewicht, da ein solcher Filter zwar biologisch filtert, aber die Umwälzleistung viel zu niedrig ist.
Dadurch verbleiben vereinfacht gesagt viele unverarbeitete Stoffe (Futterreste, Fischkot) im Aquarium, mit denen zwar die Pflanzen nichts anfangen können, die Algen sehr wohl.
Zur Erinnerung : ein Filter muss im Normalfall nicht jede Woche gereinigt werden. Dies lohnt sich erst, wenn die Filterleistung merklich nachgelassen hat. Zu vieles reinigen schadet dem biologischen Gleichgewicht erheblich!

starke Wasserströmung

Einige Algenarten siedeln sich in der starken Wasserströmung des Filterauslasses an. Ist eine starke Strömung nicht erwünscht, kann das einfachen Mitteln verhindert werden.
Ein Stück Filterschlauch von vielleicht 10-15 cm Länge nehmen und viele kleine Löcher, zum Beispiel mit einer Schere, in den Schlauch stechen. Das eine Schlauchende verschliessen, das Wasser soll ja durch die vielen kleinen Löcher und nicht durch das Schlauchende hinaus.
Das Stück Schlauch nahe der Wasseroberfläche montieren und mit dem Filterauslass verbinden, schon hat man die starke Strömung im Griff.

Aquarium befindet sich nicht im biologischen Gleichgewicht

Gerade in den ersten Monaten besteht für das Aquarium die Gefahr von plötzlichen Algenexplosionen. Da sich das Aquarium noch nicht im biologischen Gleichgewicht befindet, können solche Algenexplosionen sehr heftig ausfallen. Vorbeugend, jedoch oft nicht ganz verhindernd, können kleinere aber häufige Wasserwechsel sein.

tote Fische oder Schnecken

In einem Aquarium, welches sich im biologischen Gleichgewicht befindet, schadet ein kleiner toter Fisch dem Wasserklima nicht. Selbstredend muss der tote Fisch entfernt werden. Anders sieht es bei einem frisch eingerichtetem Aquarium aus. Schon ein kleiner toter Fisch kann dort reichen, um vermehrten Algenwuchs auszulösen.
Schnecken, allen voraus die Turmdeckelschnecke, welche im Bodengrund lebt und sehr vermehrungsfreudig ist, können eine Katastrophe auslösen, wenn sie alle gleichzeitig eingehen, zum Beispiel wegen erhöhten Kupferwerten.
gammelnder Bodengrund, vorallem bei Kies

Leider kann eine falsche Pflege des Bodengrundes, zum Beispiel beim mulmen im Bodengrund, dazu führen das Futterreste, Mulm und Fischkot in tiefere Bodengrundschichten gelangen können. Fischarten, die gerne mal den Bodengrund bearbeiten, stellen auch eine Gefahr für den Bodengrund dar.
Diese Gefahr betrifft sowohl den Kies wie auch den Sand als Bodengrund. Bei Sand jedoch werden die gammelnden Regionen im Bodengrund besser abgeschlossen und dies bedeutet für das erste keine Gefahr für das biologische Gleichgewicht im Becken. Auf Dauer kann aber auch gammelnder Sand als Bodengrund eine tickende Zeitbombe für das biologische Gleichgewicht im Aquarium sein!
Der Kampf Pflanzen versus Algen

Wie schon erwähnt stehen Algen in direkter Konkurrenz zu den Pflanzen, da sie wie die Pflanzen auch auf Nährstoffe und Licht angewiesen sind. Algen sind im Gegensatz zu den meisten Pflanzenarten sehr anspruchslos, was eine Bekämpfung nicht ganz einfach macht.
Viele Algenarten breiten sich schleichend aus. Man sieht sie zuerst ein wenig an der Scheibe, auf dem Bodengrund, an Einrichtungsgegenständen und plötzlich auch auf den Pflanzen.
Dies hat zur Folge, das die Pflanzen regelrecht mit Algen überzogen werden und so immer weniger Licht erhalten. Dadurch verringert sich der „Stoffwechsel“ der Pflanze, die Photosynthese kommt mit der Zeit zum Stillstand, die Pflanze stösst zum Eigenschutz das algenbefallene Blatt quasi ab. Dies mag bei einem befallenen Blatt pro Pflanze nicht so sehr ins Gewicht fallen, wenn aber alle Blätter mit Algen Ein letztes Aufbäumen der eingehenden Pflanze in Form vieler junger Triebe ist der verzweifelte Versuch der Pflanze, sich gegen die Algen zu behaupten.

Ihre Energiereserven sind zu diesem Zeitpunkt fast erschöpft, so dass ohne sofortiges handeln die Pflanze eingehen wird.

Eine wahre Algenexplosion verbraucht auch viel CO2 und Sauerstoff, was den Pflanzen im Kampf gegen die Algen fehlt.

Wie man Algen erfolgreich bekämpft

Es wäre schön, wenn es ein Patentrezept für Algenprobleme geben würde, dem ist leider nicht so. Vielerlei Gründe können zu Algenwuchs führen, die man im Einzelfall erst erkennen muss, bevor man mit einer Behandlung beginnt. Oft sind auch Kombinationen aus oben genannten Gründen schuld am Algenwachstum, was das erkennen der Gründe für den Algenwachstum sehr erschweren kann.

Bekämpfungsmethode „Aquarium abdunkeln“

Einige Aquarianer schwören auf die Dunkelkur, bei der das Aquarium während mehreren Tagen komplett abgedunkelt wird. Decken oder Zeitungen kapseln das Aquarium vom aussen einfallenden Licht ab, es sollte absolute Dunkelheit im Aquarium herrschen, damit die Algen verkümmern.

Von der Idee her nicht schlecht funktioniert diese Methode bei einigen Algenarten auch, eine Garantie auf Erfolg gibt es jedoch nicht. Bedenken sollte man bei dieser Methode, das während der Dunkelphase auch die Pflanzen kein Licht bekommen und langsam beginnen zu verkümmern. Im schlimmsten Fall verzögert man die Algenexplosion um ein paar Tage. Sobald das Licht wieder eingeschaltet wird, vermehren sich die Algen explosionsartig und geben den Pflanzen somit keine Chance, sich von der Dunkelkur zu erholen.

Bekämpfungsmethode „viele Wasserwechsel“

Um den Algen die Nährstoffe im Wasser zu entziehen, versuchen einige Aquarianer es mit häufigen Wasserwechsel. Diese Methode kann bei täglichen Wasserwechsel von mindestens 25 % funktionieren, schwächt aber auch empfindliche Pflanzenarten. Wählt man diese Methode, um die Algen zu bekämpfen, ist eine strenge Disziplin Pflicht!

Ein einmal unterlassener Wasserwechsel kann wochenlange arbeiten zunichte machen!

Zudem muss vorher abgeklärt werden, ob nicht schon Schadstoffe im Leitungswasser vorhanden sind.

Bekämpfungsmethode „schnellwachsende Pflanzen“

Die natürlichste Methode neben vielen Wasserwechsel ist das Aquarium regelrecht mit schnellwachsenden Pflanzen zuzupflastern. Ähnlich der Wirkweise vieler Wasserwechsel werden so den Algen die Nährstoffe im Wasser vorenthalten. Dies funktioniert bei vielen, aber nicht allen Algenarten. Verschwiegen sollte dabei nicht, das ein Teil der eingesetzten Pflanzen bei dieser Methode eingehen kann. Als sehr schnellwachsende Pflanzenarten eignen sich vorallem der Javafarn, die dichtblättrige Wasserpest, das Hornkraut, die kleine Wasserfeder und das dichtblättrige Tausendblatt. Nicht geeignet für die Algenbekämpfung sind alle Cabombaarten, welche auch als sehr schnell wachsende Pflanzenart bekannt sind, da diese sehr lichthungrig sind und bei Algenbefall mangels Licht und fehlender Nährstoffe sehr schnell eingehen.

Bekämpfungsmethode „Algen mechanisch entfernen“

Neben allen beschriebenen Methoden ist es wichtig, die Algen von Gegenständen, den Scheiben und Pflanzen zu entfernen und aus dem Aquarium zu befördern. Eine langwierige und arbeitsintensive Prozedur, bei der manchmal das Gefühl hat, dass die Algen schneller nachwachsen, wie man das Aquarium von ihnen befreien kann. Viele Algenarten suchen sich eine Unterlage, auf der sie sich ansiedeln. Mit dem Entfernen der Algen erschwert man den Algen, dass sie sich verbreiten können, da sie sich ja eben zuerst irgendwo ansiedeln, bevor sie sich verbreiten. Das kostet den Algen viel Energie.
Die Methode eignet sich vorallem in Kombination mit den vorher beschriebenen Bekämpfungsmethoden.
Bekämpfungsmethode „Chemiekeule“

Diese Methode scheidet für Axolotlbecken prinzipiell aus!

Es gibt im Handel Algenbekämpfungsmittel, die den Algen den garaus machen sollen. Das mag auch so sein, aber jeder soll sich vor dem Kauf eines solchen Mittels mindestens drei Mal überlegen, ob er sich, seiner Brieftasche und den Pflanzen damit einen Gefallen tut, mit Chemie die Algen bekämpfen zu wollen. Die Versprechung der Hersteller, dass ihr Mittel nur die Algen, nicht aber die Pflanzen angreift, sollte mit Vorsicht behandelt werden. Verantwortungsbewusste Aquarianer lassen ihre Finger von solchen Mitteln zur Algenbekämpfung.

Die „beste“ Bekämpfungsmethode

Sollte es eine geben, wären viele Aquarianer dankbar dafür, sie zu erfahren. Bis dahin hat sich folgende Bekämpfungsmethode bewährt :

Zuerst alle Algen mechanisch entfernen. Auch wenn das Stunden dauern mag, es lohnt sich. Einrichtungsgegenstände wie Wurzeln und Steine im heissen, aber nicht kochenden Wasser eine halbe Stunde liegen lassen, mit kaltem Wasser abschrecken und gründlich reinigen.
Pflanzen, die stark mit Algen befallen sind, komplett entfernen. Bei schwachem Befall die entsprechenden Blätter bzw. Teile der Pflanzen entfernen. Wenn möglich sollten die Pflanzen während der Prozedur im Bodengrund belassen werden.
Ein Wasserwechsel von 50 % entfernt die im Wasser schwimmenden Algen und die vorher entfernten Algen zuverlässig. Alle Algenfetzen, sollten welche vorhanden sein, müssen aus dem Aquarium heraus. Danach wird das Aquarium mit oben genannten Pflanzen vollgepflastert, die Pflanzen sollten jedoch nicht zu Nahe zueinander stehen. Das Ziel ist ja, den Algen die Nährstoffe zu entziehen und nicht, dass die Pflanzen bei zu dichter Bepflanzung einander Konkurrenz machen. Ein täglicher Wasserwechsel am Morgen und am Abend von jeweils 25 % während mehrerer Wochen rundet das ganze ab. Bitte die häufigen Wasserwechsel auch nach dem verschwinden der Algen noch während mindestens zwei Wochen beibehalten. Während der Behandlungszeit sonst nichts am Aquarium ändern (Beleuchtungszeiten, neue Fische, arbeiten am/im Bodengrund etc.). Den Filter wenn möglich während der Behandlungszeit nicht reinigen !

©opyright 2004 – 2005 René König , www.aquaristikfibel.de